Matthias Siegenthaler gibt uns Einblick in sein Können

Schwingkurs 1Mit dem Berner Eidgenossen und 80fachen Kranzgewinner Matthias Siegenthaler durften wir einen Kurz / Lätz Spezialisten in unserer Schwinghalle am 14. März als Kursleiter begrüssen. Nach dem aufwärmen, erzählte Matthias einige Anekdoten aus seiner Karriere im Sägemehl. Verletzungen, Tiefschläge, Trainingsmoral und en Fokus auf den Kampf waren dabei Themen, die Jungs hörten gebannt zu und wir Betreuer fragten uns schon, was denn diese Ruhe in der Halle zu bedeuten habe.

 

Matthias war aber nicht als „Plaudertante“ durch Adi Dober engagiert, er soll uns auch in die Geheimnisse seiner unwiderstehlichen Kurz- und Lätzzüge einweihen. Gekonnt und mit der richtigen Gelassenheit führte Matthias das Training, wir alle sind beeindruckt. Er erklärte mit Können und Geduld seine Lieblingsschwünge, gab Tipps und korrigierte, wo es nötig war. Selbstverständlich gelangen aber auch Matthias in seiner Aktivkarriere nicht nur Plattwürfe, mit den beiden Standschwüngen Kurz und Lätz waren aber ideale Bedingungen zur weiteren Bodenarbeit geschaffen. Der Buur, richtig ausgeführt, ist ein grosser Erfolgsgarant. Matthias zeigte aber auch auf, wie man den Buur des Gegners gekonnt ausstechen und den Gang zu seinen Gunsten drehen könnte.

Schon füllte sich die Halle langsam mit Aktivschwingern, die ebenfalls in den Genuss eines Kurses mit Matthias kommen werden. Ein sicheres Zeichen, dass unsere Trainingszeit abgelaufen ist und es Zeit wurde, Matthias für seinen Schwingkurs zu Danken. Mit einem Zigi-Zagi und anschliessendem Händedruck verabschiedeten sich alle vom sehr sympathischen Berner Eidgenossen. Natürlich wurden noch einige Augenblicke verwendet, um das eine oder andere Selfie zusammen mit ihm in verschiedene Handy zu bannen.

Mit seinen Gardemassen von 100 Kg und 187 cm ist Matthias wahrlich ein Hühne unter den Schwingern. Sein Erfolg ist sicher auch auf seine Körperliche Konstitution zurück zu führen. Aber ohne Trainingsdisziplin, eisernem Wille, viel Biss und der Gabe, sich auch nach Tiefschlägen immer wieder aufzuraffen, wird man nie ein ganz Grosser, ganz egal wie der eigene Körper gebaut ist. An dieser Stelle noch einmal Dank an Matthias und wir alle ziehen den Hut vor der Leistung, die er in seiner Karriere erbracht hat.

Bericht: Markus Benz
Foto: Stefan Bissig, Alex Lanter