Rothenburger Oberstufenschüler in unserer Halle zu Gast

Schule 2Die mailanfrage des Rothenburger Turnlehrers Manuel Brunner an unsere Adresse, ob allenfalls wieder ein Training in unserer Schwinghalle während des Sportunterrichtes gemacht werden könnte, nahmen wir mit Freude entgegen. Manuel ist schon Jahre mit seinen Schützlingen ein regelmässiger Gast in unserem Trainingslokal. Der Schwingsport passt auch ausgezeichnet zu seinem aktuellen Thema, „Fairness im Kampfsport“! Es ist immer wieder Toll, wenn die Jungs den Lehrer zum Zweikampf herausfordern, einander nichts schenken und einfach viel Spass haben.

 

Die erste Gruppe war auf 09:20 Uhr angemeldet. Pünktlich sind die Jungs nach einer kurzen Joggingstrecke Lindau-Chärnshalle zum Training angetreten. Nach der Begrüssung durfte ich einige Worte über unseren schönen Sport verlieren, erklärte kurz das wichtigste aus dem Regelwerk und versuchte ein Einlaufen mit einem grossen Spassfaktor anzubringen. Ich glaube, das ist mir relativ gut gelungen, wurde doch viel Gelacht.

Unsere Körper waren somit auf Betriebstemperatur und, nachdem die Zwilchhosen am Mann waren, konnten die ersten Paare zusammengreifen. Immer spannend, wenn junge Menschen ohne Schwinger Hintergrund oder gar Training versuchen, den Gegner ins Sägemehl zu betten. Gammen, Innerer Hacken, Übersprung, Stich oder auch der Schlungg konnte in Ansätzen oder auch schon ausgereift bei einigen wiedererkannt werden. Manuel stellte sich als Sparringspartner zur Verfügung und ich konnte mit und an ihm einige Züge demonstrieren. Gammen links und rechts, Übersprung und Kurz standen auf meinem Programm, genau diese Züge wurden von den Jungs schon unbewusst angewendet. Fortschritte in der Technik waren schnell auszumachen, eine wahre Freude. Nachdem die Schüler sich in den Standschwüngen etwas sicherer gefühlt haben, sollte auch in die Bodenarbeit etwas Zeit investiert werden. Der Buur und Kniekehlengriff durfte ich vorzeigen und im Anschluss bei den Jungs loben, ergänzen, korrigieren und motivieren.

Schon war die Turnstunde zu Ende, die Jungs zogen die Zwilchhosen aus und machten sich auf den Heimweg um Platz zu schaffen für die zweite Gruppe an diesem Vormittag. Dasselbe Programm, dieselben Züge und genau so viel Spass auch bei der zweiten Gruppe, was will man mehr.

Ich bin sicher, die Lektion im Sägemehl hat bei allen etwas ausgelöst. Einige werden nie aktiv im Sägemehl stehen, einige haben Interesse gezeigt, wieder andere können für den Moment begeistert werden, sind aber nicht nachhaltig überzeugt. Trotzdem wird Grund zu Gesprächen zu Hause und unter Klassenkameraden gegeben sein. Ich bin überzeugt, es wird noch oft auf dem Pausenplatz heissen: „Weisch no i de Schwenghalle, det be ech denn stärcher gsi!“
Genau so soll es doch auch sein!

Bericht und Foto: Markus Benz