Starker Auftritt der Rothenburger mit Jahrgang 07 / 08 in Marbach!

Starker Auftritt der Rothenburger mit Jahrgang 07 / 08 in Marbach!

Die Wettervorhersagen waren misslich für das Wochenende vom 7./8. September, am Sonntag war der Nachwuchsschwinget in Marbach im Festkalender notiert. Trotz der Leiden Vorhersagen hat sich der Veranstalter entschlossen, den Wettkampf durchzuführen. Auf dem Festplatz wurde dann aber öfter Stimmen gehört, die sich eine Absage gewünscht hätten. Aber nur von Eltern und uns Betreuern, wir sind natürlich im gesetzteren Alter, vertragen die Kälte und Nässe weniger und hätten den verregneten Sonntag lieber zu Hause in der warmen Stube verbracht. Von den Jungs hörte man keine Klagen, höchstens wurde die Frage an uns gerichtet, ob auch mit Handschuhen geschwungen werden könne!

Wie oben erwähnt, waren die Wetterbedingungen in Marbach wahrlich nicht schön, trotzdem traten 250 Jungschwinger aus dem ganzen Kanton Luzern, dem Schwingerverband am Rigi, der Schwingersektion Sarnen und den Emmentaler Vereinen Zäziwil, Trub und Siehen im hintersten Entlebucher Dorf an der Grenze zum Emmental zum Wettkampf an. Bei strömendem Regen wurde der Wettkampf pünktlich um 09 30 Uhr von den jüngsten eröffnet. Alle Kategorien traten im Anaschwingen bei Regen an, ein trockener Satz Ersatzkleider in der Schwingtasche war sehr zu Empfehlen und die Mehrzweckhalle welche als Festwirtschaft genutzt wurde, war zugleich auch der warme und trockene Warteraum der Jungschwinger. Doch Petrus hatte ein Einsehen und er schloss die Himmelsschleusen, ja mit etwas positivem Denken konnten sogar für einige Minuten Sonnenstrahlen ausgemacht werden. Die letzten Kämpfe des sechsten Ganges und sämtliche Schlussgänge wurden dann aber wieder kräftig begossen

26 Rothenburger, also 10% der Teilnehmer, wurden aus unseren Reihen dem Teilnehmerfeld hinzugefügt. Der letzte Wettkampf vor dem Höhepunkt der Luzerner Jungschwinger in 2 Wochen, dem Luzerner Kantonalen Nachwuchsschwingertag in Schachen, wollten doch noch einige zur Standortbeurteilung nutzen. Speziell zu erwähnen ist auch die schöne Tatsache, dass Nicolas und Arnold nach Monatelanger Verletzungspause wieder Wettkampfmässig in die Zwilchhosen steigen konnten.

Bei den Ältesten mit Jahrgang 03/04 vertraten Müller Silvio, Suter Nicolas, Bucher Adrian, Theiler Nils und Wermelinger Arnold unsere Vereinsfarben. Alle konnten in den Ausstich einziehen, für Nicolas und Arnold somit das Tagesziel nach der langen Pause erfüllt. Für die anderen drei lief der Wettkampf sicher nicht wie gewünscht. Mit drei Siegen löste Adi die Aufgaben am besten, ihm fehlte dann aber trotzdem ein halber Punkt zum Eichenzweig. Silvio schien das schlechte Wetter nichts auszumachen, nutzte er doch vier Mal die ganze Ganglänge und durfte zwei seiner Gegner das Sägemehl von den Schultern klopfen. Nils gelangen auch zwei Siege, er fand leider den richtigen Rhythmus den ganzen Tag nicht. Die beiden Comeback Athleten konnten den Platz einmal als Sieger verlassen und stellten zwei Gänge.

Auch bei den zweitältesten wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Krauer Andri, Bucher Manuel, Petermann Elia, Renggli Silvan, Rölli Ueli und Wermelinger Fredi waren für Rothenburg im Starterfeld gemeldet. Ueli startete mit drei Siegen stark in den Wettkampf, wurde dann aber vom Einteilungsgericht hart angefasst. Er konnte schliesslich noch einem Gegner ein Unentschieden abtrotzen, das dank guter, angriffiger Arbeit mit der Note neun belohnt wurde. So konnte er sich im 10. Schlussrang mit 55.75 Punkten klassieren. Die Gesamtpunktzahl für die drei Siege von Silvan waren in der Endabrechnung leider auch einen halben Punkt zu wenig, um das Eichenzweiglein mit nach Hause zu nehmen. Andri, Manuel und Frederik konnten alle zwei Siege verbuchen und mit einem Gegner die Punkte teilen. Dasselbe Resultat, aber bei den dreien mit Emotionen meinerseits über die ganze Breite verbunden. Einer deutlich unter dem Wert geschlagen, für einen ist das Resultat o.k. und wiederum einer der drei zeigt eine sehr ansprechende und mit jedem Wettkampf bessere Leistung. Elia fand den Tritt an diesem Sonntag gar nicht und musste nach vier Gängen die nassen Wettkampfkleider mit trockenen Sachen aus der Sporttasche tauschen.

In der Jahrgangs Kategorie 07/08 erhoffte ich mir aufgrund der guten Mannschaft doch einiges, ich wurde auch nicht enttäuscht. Bachmann Dario, Bissig Luc, Schleiss Leandro, Vogel Julian, Bründler Lovis, Müller Noe und Rölli Toni hiessen die Rothenburger Jungsportler. Luc startete mit einer Niederlage in den Wettkampf, die er sich selber zuschreiben musste, liess er doch in aussichtsreicher Situation die Griffe bei seinem  Gegner fahren und verlor im Anschluss den Gang aufgrund eines Konters. Dann liess er aber nichts mehr anbrennen und reihte Sieg an Sieg. Im ausgezeichneten 3. Schlussrang beendete Luc den Wettkampf mit 58.00 Punkten. Im 9. Rang fanden Noe und Toni ihre Namen auf der Schlussrangliste. 56.50 Punkte ergaben die vier Siege, die die Kampfrichter für die beiden Notieren konnten. Als jahrgangsjüngere ein starkes Resultat. Ebenfalls 4 Siege, aber eine maximal Note weniger, war die gute Ausbeute von Julian. Er wurde dank der guten Leistung mit 56.25 Punkten im 10. Schlussrang geführt. Im 11. Rang war Leandro mit drei Siegen und einem Unentschieden klassiert. Ein sehr schöner Erfolg für ihn, er muss jede Auszeichnung hart erkämpfen und oft fehlt dann in der Endabrechnung nur ganz wenig für den Eichenzweig. Leider konnte Dario konnte sich mit drei Siegen und einem Unentschieden nicht in die Auszeichnungsgewinner einreihen, ihm fehlte in der Endabrechnung ein viertel Punkt, entsprechend gross war seine Enttäuschung nach seinem verlorenen letzten Gang. Lovis zog einen schwarzen Sonntag ein, er musste ebenfalls nach vier Gängen die Segel streichen und konnte den Wettkampf nicht mehr weiter führen.

Das grösste Kontingent konnten wir bei den jüngsten mit Jahrgang 09/10 melden. Loia Cosimo, Suter Jan, Vogel Florian, Zurfluh Livio, Bucher Noel, Schleiss Fabio, Wiederkehr Nik und Zurfluh Janik hielten die Rothenburger Fahne hoch. Ungeschlagen, mit drei Siegen und drei gestellten Gängen ging Cosimo vom Platz. er zeigte wiederum einen starken Wettkampf, alle seine gestellten Gänge wurden mit einer 9 belohnt, das bedeutet, dass Cosimo den Kampf sucht und angreift, technisch auf hohem Niveau schwingt und unbedingt so weiter machen muss. Sein Kampfwille wurde mit der Auszeichnung im 8. Schlussrang belohnt, Punktzahl 56.50. Maximalnoten für die zwei Siege und drei Unentschieden ermöglichten auch Livio, sich unter die Auszeichnungsgewinner einzureihen. Mit 55.50 Punkten kämpfte er sich in den 12. Schlussrang. Im 13. Schlussrang mit 55.25 Punkten wurde Florian auf der Rangliste geführt. Auch er zeigte einen sehr ansprechenden Wettkampf und wurde mit der Auszeichnung für seine Leistung belohnt. Alle drei sind Körperlich wahrlich keine Riesen gegenüber ihren Gegnern, entsprechend ist die Leistung der drei auch einzuordnen, gratuliere. Nik gelang es ebenfalls die Ausstichhürde zu überspringen. Bis zum letzten Gang war er auf Kurs, musste den nötigen Sieg aber dann seinem Gegner zugestehen und die Heimreise ohne Eichenlaub antreten. Jan, Noel, Fabio und Janik sagte das nasse Wetter ebenfalls nicht zu, sie konnten nach vier Gängen die warme Dusche geniessen und mussten dafür aber den Wettkampf beenden.

Ein Wettkampf mit Hoch und Tief, voller Emotionen und grossem Stolz ist im Entlebuch vorbei gegangen. Nach dem Ranglistenstudium und im Nachgang an das Fest bin ich sehr stolz auf die Leistung der Auszeichnungsgewinner der jüngsten Kategorien, sie zeigten einen spannenden Kampf, ihren Möglichkeiten entsprechend. Leider konnten die älteren Rothenburger nicht Punkten. Trotz technisch guten Leistungen fehlen entweder einige Kilo Körpergewicht oder der unbedingte Killerinstinkt, um den Gegner zu besiegen. Ich habe mir natürlich in der Vorbereitung zu den Rothenburgern Gedanken gemacht. Wenn ich mir die Namen der Rothenburger auf der Startliste im Vorfeld angeschaut habe, sind meine Erwartungen und die Resultate zum Teil sehr ungleich. Beim einen oder anderen kann ich auf den Punkt sagen, wo der „Hund“ begraben liegt, bei einigen ist eine Analyse sehr schwierig. Nach dem Klubschwinget vom 14. September zusammen mit dem Schwingklub Oberseetal in Neudorf, steht am 22. September noch der Luzerner kantonale Nachwuchsschwingertag in Schachen im Wettkampfkalender. Dann ist die Wettkampfsaison 2019 schon wieder vorbei und es stehen noch Schwingprüfung, Vereinsjubiläum und verschiedenen Gesellschaftliche Höhepunkte an.

Bericht und Foto: Markus Benz