Die etwas andere Schwingprüfung

Die etwas andere Schwingprüfung

Einer der letzten Saisonpunkte ist jedes Jahr die Schwingprüfung der Jungschwinger. Normalerweise wird nach der Wettkampfsaison ein spezielles Augenmerk auf die Technik und Vielseitigkeit unserer Jungathleten gelegt. Das heisst, wir feilen an verschiedenen Zügen, die für die vier unterschiedlichen Prüfungsstufen gefordert werden. Auch im schwierigen Corona Jahr versuchten wir Betreuer den Jungs das nötige Rüstzeug beizubringen, dass die Demonstration am Prüfungstag erfolgreich verlaufen würde.

Am Donnerstag, 5. November traten die Jungs der Stufen 1 & 2 vor den Experten. Wie jedes Jahr bei den jüngsten, war auch heuer eine gewisse Nervosität bei den Jungs zu spüren. Zu Beginn der Prüfung musste der aufgeregte Haufen zuerst etwas auf den Boden gebracht werden, nach dem Warmlaufen waren die jungen Schwinger aber für die Aufgaben bereit.

Zum ersten Mal traten Aregger Michael, Lüdi Nico, Rölli Adrian und Wermelinger Richard vor den Experten. Als Experte im Luzerner Kantonalen Schwingerverband, der bei sämtlichen Schwingklubs im Kanton die Schwingprüfungen abnimmt, fungiert Othmar Hodel. Dank seiner langjährigen Routine und seiner ruhigen Art schafft es Othmar immer wieder, den Jungs die Nervosität zu nehmen. Die vier Prüflinge hatten ihre Züge im Griff, auch die verschiedenen Übungen zur Unfallverhütung wurden fehlerfrei vorgezeigt. Alle vier haben die Prüfung bestanden und durften den Badge Zweig entgegen nehmen.

Die Schwingprüfung Stufe 2 beinhaltet ebenfalls Elemente zur Unfallverhütung, sowie Stand- und Bodenschwünge. Bucher Noel, Bütler Jan, Enz Nicola, Rölli Christian, Weber Nevin, Wiederkehr Nik und Zurfluh Janik hiessen in dieser grossen Gruppe die Teilnehmer. Auch diese Jungs konnten Othmar von ihrem Können überzeugen, alle Aufgaben wurden zu seiner Zufriedenheit ausgeführt. Die jungen Schwinger durften stolz den Badge Doppelzweig in Empfang nehmen.

Schon einige Tage vorher, am 2. November wurde die Prüfung der Stufe 3 & 4 durch Othmar abgenommen. Es war toll zu sehen, wie die Jungs die verschiedenen Aufgaben lösten. Technisch sehr gut und auf hohem Niveau wurde das Programm von allen in souveräner Weise abgespult, Othmar musste nur selten nachhaken, Kleinigkeiten wurden ausgemerzt und schlussendlich war er mit den Leistungen aller sehr zufrieden.

Die Prüfungsstufe 3 erfüllten Petermann Elia, Schleiss Leandro und Zurfluh Livio mit einer Tadellosen Demonstration ihres Könnens. Sie konnten alle den Experten überzeugen und durften aus den Händen von Othmar den begehrten Badge Kranz entgegen nehmen.

Für Stufe 4, die höchste Prüfungsstufe, wurden von Bachmann Dario, Emmenegger Stefan, Faiz Hameez und Müller Noe die Zwilchhosen angezogen. Auch diese jungen Sportler konnten den Prüfungsparcour ohne Beanstandungen bewältigen und zeigten eine ansprechende Leistung. Alle vier wurden von Othmar mit dem Eidgenössischen Badge belohnt.

Mit den erlernten Zügen wird die Vielseitigkeit auf den Schwingplätzen auf allen Stufen gefördert und das Unfallrisiko in den Stufen 1 & 2 durch verschiedene Prüfungselemente gesenkt. Die Schwingprüfung ist ein gutes Instrument, den Jungs den einen oder anderen Zug näher zu bringen, immer wieder werden dadurch andere Züge auf den Wettkampf- und Trainingsplätzen ausgeführt. Ein von den Schwingern und auch von den Zuschauern sicher gern gesehener Effekt, der unserem Nationalsport Spannung und Action bringt. Hoffen wir, dass die Jungs die erlernten Züge anwenden und dadurch ihr persönliches Repertoire erweitern und für die Gegner unberechenbarer werden, was schlussendlich am Erfolg messbar wird.

Mit der Schwingprüfung beenden wir unsere Saison und machen, auch dem Virus geschuldet, eine Pause bis im Januar 2021. Wir freuen uns schon jetzt, die Jungs wieder zu sehen und an der Technik und Kondition zu feilen, sowie die Kameradschaft zu geniessen. Hoffen wir auf eine Saison 2021, die Wettkämpfe zulässt und wieder etwas Normalität verspricht.

Bericht und Foto: Markus Benz